holzkunde

die kleine holzkunde

 

Holz ist ein natürlich gewachsenes Material – Farb- und Strukturunterschiede, Rissbildungen, Verwerfungen und Astbilder machen den Charakter des Holzes aus. Kein Stück wird dem anderen gleichen, wie kein Mensch einem anderen.

Für unserer Produkte nutzen wir hauptsächlich das Holz heimischer Eichen, Fichten, Lärchen und Robinien. Besonders achten wir auf die Langlebigkeit der Materialien, deren sorgfältige Trocknung und hochwertige Verarbeitung.

eiche —
fichte —
lärche —
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Eiche – Quercus (L.)

Die Eiche gehört zu den Charakterbäumen unserer Landschaft.
Die Bezeichnung Quercus ist römischen Ursprungs. Die Gattung umfasst ca. 200 Arten mit einer Ausbreitung in den nördlichen gemäßigten Zonen. Zur besseren Bestimmung sind die Eichen in fünf botanische Unterarten aufgeteilt:

1. Borkeneichen
2. Roteichen
3. Zerreichen
4. Weideneichen
5. Weißeichen

Sie erkennen Eichenholz an seinem leichten Olivschimmer mit bernsteinfarbenen Nuancen und seiner markanten, kräftigen Maserung.

Der Weinausbau in einem echten Barrique-Fass wird durch feinste Unterschiede der in den Wein übergehenden Aromen des Holzes, den so genannten Tanninen, bestimmt. Verschiedene Toastungsstufen beeinflussen ebenfalls das Endprodukt. Unsere Fassbinder gehen auf die speziellen Wünsche der Weinbauer ein und verarbeiten überwiegend im Weinfassbau:

• die Ungarische Eiche – Quercus frainetto (Ten.)
• die Stieleiche – Quercus robur (L.)
• die Traubeneiche – Quercus petraea (Liebl.)

Nach mehrjähriger Lagerung und Trocknung verarbeiten unsere Fassbinder Eiche unter anderem zu folgenden Produkten:

• Kleine Schnaps- und Weinfässer von 1 bis 5 Litern mit und ohne Schnitzerei
• Barrique-Fässer
• Lagerfässer für Wein und diverse Brände von 5 bis 100 Litern
• Lagerfässer von ca. 1.000 bis 12.000 Litern
• Gärbottiche
• Bierfässer mit Edelstahlblase, Keg und bayrischem Anstich

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Fichte – Picea ábies (L.)

Andere gebräuchliche Namen sind auch Rotfichte oder Rottanne. Die Bezeichnung Picea ist ebenfalls römischen Ursprungs. Insgesamt lassen sich weltweit etwa 40 Baumarten der Gattung Picea zuordnen.
Hauptsächliches Verbreitungsgebiet der Picea ábies ist Nordeuropa – bis zu einer Höhenlage von 2.000 m.
Ursprünglich ist die Fichte eine subalpine Baumart, die jedoch wegen ihrer forstwirtschaftlichen Bedeutung inzwischen flächendeckend und überwiegend in Monokulturen angebaut wird. In den letzten Jahrzehnten werden zunehmend Versuchspflanzungen mit Fichtenarten aus Nordamerika, hauptsächlich der Picea Sitchénsis (Bong.), der Sitkafichte angelegt. In der einheimischen Holzwirtschaft ist nur eine der bekannten Arten dieser Gattung von wirklicher Bedeutung: die Rotfichte.

Das Holz der Fichte zeichnet sich durch seine Langfaserigkeit und helle, unauffällige Struktur aus. Der hohe, schlanke und schnelle Wuchs, die große Verfügbarkeit und die statische Belastbarkeit machen die Fichte zum idealen Rohstoff der Holz- und Bauindustrie.

Hauptsächlich fertigen wir aus Fichte:

• Spezialprofile für unsere Saunafässer
• Dachkonstruktionen
• Unterbauten für die Saunabänke

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Lärche – Larix (Mill.) Pináceae

Auch der Namen Larix ist römischen Ursprungs. Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Gattung ist die nördlich gemäßigte Zone, und dort bevorzugt die Gebirgslagen.
Die Lärche gehört zu den wenigen Nadelhölzern die ihre Blätter, die Nadeln, im Herbst abwerfen.

In der einheimischen Holzwirtschaft sind nur 3 der 12 bekannten Arten dieser Gattung von wirklicher Bedeutung:

• die europäische Lärche – Larix decidua (Mill.)
• die kurilische oder japanische Lärche – Larix gemelinii var. japonica
• die sibirische Lärche – Larix sibirica (Ledeb.)

Das Holz der Lärche zeichnet sich durch seine wunderbar lebhafte Maserung aus. Die hohe Härte macht es zu einem beliebten Material für Dielenböden und Parkett. Der hohe Harzgehalt macht das Lärchenholz widerstandsfähig gegenüber Holz zerstörenden Pilzen.

Wegen ihrer Langlebigkeit ist die Lärche im Fassadenbau sowie im Garten- und Landschaftsbau besonders beliebt. Im Freien verbaut bekommt das Holz der Lärche bei Verzicht auf chemischen Holzschutz schon nach einem Jahr seine silbergraue Patina und fügt sich z. B. harmonisch in das Farbenspiel des Gartens ein.

Hauptsächlich fertigen wir aus Lärche:

• Unterbauten und Dächer für unsere Saunafässer
• Terrassenprofile
• Saunatauchbecken
• Badezuber
• Holzbadewannen

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Robinie – Robinia pseudoacácia (L.)

Auch bekannt als Scheinakazie, Silberregen oder Schotendorn.
Die Gattung Robinia wurde nach Vespasian Robin benannt, der die erste Robinie um 1635 von Amerika nach Europa brachte und im „Jardin des plantes“ in Paris pflanzte.
Die eigentliche Heimat der Robinie ist Nordamerika und Mexiko. Die häufigste und bekannteste Art ist die Robinia pseudoacácia L., fälschlicherweise oft Akazie genannt wird.

Sie erkennen das Holz der Robinien seiner kräftigen Maserung und seiner leicht oliv bis ockerfarbenen Erscheinung.

Es zeichnet sich durch einen sehr hohen Gerbsäuregehalt aus. Die Mischung aus Gerbsäure, hohen Ölgehalt und der extremen Härte des Holzes machen die Robinie zum widerstandsfähigsten Holz in Europa. Speziell der Ölgehalt des Holzes verhindert ein schnelles Quellen und Schwinden des Holzes. Die von uns verarbeitete Robinie stammt ausschließlich aus Ungarn und der Slowakei. Dort gedeiht die Licht und Wärme liebende aber sonst sehr anspruchslose Holzart am besten.

Das im Gegensatz zur Eiche wesentlich geringere Quell-/Schwindverhalten und die Pilzresistenz des Robinienholzes machen es für unsere Fassbinder zum Idealen Werkstoff für

• Blumenkübel
• Regentonnen und Fässer
• Saunatauchbecken
• Badezuber
• Holzbadewannen
• Kraut- und Pökelfässer

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